Glossar: K

Infothek

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Kalibrieren

Wahrnehmen von inneren Zuständen eines Menschen durch genaues Beobachten seiner nonverbalen Botschaften. Durch gutes Kalibrieren ist es möglich, die Reaktion des Anderen zu erkennen, anstatt sie zu interpretieren oder sich durch die bewussten Worte täuschen zu lassen. Gutes Kalibrieren erfordert eine gesteigerte Wahrnehmung für den Gesprächspartner.

Kalibrierte Schleife

Fest etabliertes Reiz-Reaktionsmuster zwischen zwei oder mehreren Personen. Eine Person sagt oder tut etwas, worauf die andere Person mit einem bestimmten Verhalten reagiert. Dieses Verhalten wiederum verstärkt das Verhalten der ersten Person. Der gesamte Prozess läuft unbewusst ab und wird durch unbewusste Anker reproduziert und verstärkt.

Kernglaubenssatz

Glaubenssatz auf Identitätsebene. Sie sind meist unbewusst und haben tiefgreifenden Einfluss auf unsere Art zu sein und unsere Art zu leben.

Kinästhetisch

Den Gefühls- und Tastsinn betreffend. (auch bekannt unter haptisch)

Komfortzone

Populärwissenschaftlicher Begriff aus dem Lernzonenmodell. Er bezeichnet den durch Gewohnheiten bestimmten Bereich in dem wir uns gut und sicher fühlen. Der Bereich in dem wir uns auskennen und unsere Gewohnheiten leben können. Die Komfortzone endet dort, wo es anstrengend und unbequem wird.

Kommunikation

(lat. communicare = teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen, vereinigen) Für gelungene Kommunikation gibt es eine bestimmte Reihenfolge des Ablaufs: Verbindung aufbauen – verstehen – verstanden werden.

Konfusion

Verwirrung

Konfusionstrance

Gezieltes Herbeiführen von Verwirrung, um den Klienten in Trance zu führen.

Kongruenz

Zustand in dem Denken, Fühlen, Sprechen, Handeln übereinstimmen. Der Mensch ist im Einklang mit sich selbst. Seine Worte, Werte und Überzeugungen, Körpersprache und Tonalität passen zueinander. Er ist authentisch.

Konsenswirklichkeit

Wirklichkeitskonstruktionen, die wir mit anderen teilen, bezeichnet man als Konsenswirklichkeit.

Kontext

(Umwelt) Das was um uns herum existiert. (Raum, Zeit, Andere)

Kontextreframe

Ein negativ empfundener Sachverhalt oder eine negativ empfundene Eigenschaft wird in einem anderen Zusammenhang (Kontext) betrachtet und kann so eine andere Bedeutung gewinnen.

Konstruktivismus

Eine philosophische Richtung der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Der Konstruktivismus geht davon aus, dass Menschen sich ihre Wirklichkeit aufgrund von ihren persönlichen und subjektiven Erfahrungen schaffen und dann diese Wirklichkeit für wahr halten. Da jeder Mensch jedoch seine grundeigenen Erfahrungen hat, erschafft sich jeder Mensch auch seine eigene Wahrheit über die Welt. Das menschliche Gehirn erzeugt kein fotografisches Abbild von Wirklichkeit, sondern es schafft mithilfe von Sinneswahrnehmungen ein eigenes Bild der Welt. Wahr ist, was wahr-genommen wird. Somit hat jeder Mensch sein eigenes Weltmodell.

Der Konstruktivismus findet sich in einer der zentralsten Grundannahmen des NLP wieder:
„Die Landkarte ist nicht das Gebiet. Jeder Mensch lebt in seinem eigenen Modell der Welt.“

Korzybski Alfred

(*1879, †1950) Ingenieur, Philosoph, Sprachwissenschaftler. Entwickler der „allgemeinen Semantik.“ Seine Arbeiten beeinflussten die Pädagogik, Gestalttherapie und das NLP. Das vielleicht bekannteste Zitat aus seinem Hauptwerk „Science and Sanity“ lautet: „Die Landkarte ist nicht die Landschaft, aber wenn die Landkarte der Struktur der Landschaft ähnlich ist, ist sie brauchbar“. Es zielt darauf ab, dass der Mensch in zwei Welten lebt: In der Welt der Sprache und der Symbole und in der realen Welt der Erfahrung. Quelle: Wikipedia.

Kybernetik

Die Beschäftigung der Zusammenhänge in Systemen. Wissenschaft von der Struktur komplexer Systeme, die ihren Ursprung in der Technik hat. Es geht in erster Linie um die Kommunikation und Steuerung einer Rückkopplung. Der Begriff Kybernetik stammt aus dem Griechischen und bedeutet Steuermann. Die Kybernetik findet inzwischen Anwendung in der Linguistik, Pädagogik, Psychologie etc., wo es um die „Kunst des Steuerns“ geht.

Die Kybernetik findet sich in verschiedenen NLP Vorannahmen wieder:
„Wahlmöglichkeiten sind besser als keine Wahlmöglichkeiten.“
„Es gibt keine Fehler, es gibt nur Feedback.“
„Entscheidend in der Kommunikation ist nicht was ich sage, sondern die Reaktion meines Gegenübers.“