Glossar: P

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Pacing

(engl. gleichschreiten, angleichen) Ein Gesprächspartner gleicht sich in bestimmten Verhaltensweisen, bzw. in seiner Körpersprache und seiner Ausdrucksweise seinem Gegenüber an, ohne jedoch hierbei seine Authentizität zu verlieren. Durch dieses Schaffen von Gemeinsamkeiten auf der unbewussten Ebene entsteht ein intensiver Rapport und der andere gewinnt das unbewusste Gefühl des Vertrauens. So kann auch in Gesprächen schwierigen Inhaltes eine gute Beziehung aufrechterhalten werden.

Panikzone

Populärwissenschaftlicher Begriff aus dem Lernzonenmodell. In der Panikzone liegt das was uns Angst macht und nicht zu bewältigen ist. Es überwiegt die Angst und Lernen wird unmöglich.

Parts Party

Therapeutisches Werkzeug, entwickelt von Virgina Satir in den 60er Jahren. Grundlage für die „Teilearbeit“.

Pattern

Verhaltens- oder Sprachmuster.

Pattern Interrupt

Unterbrechung eine Verhaltens- oder Sprachmusters.

Peergroup

Gruppe Gleichgesinnter. Im NLP sind Peergroups Übungsgruppen, bzw. dienen dem Erfahrungsaustausch.

Perls Friedrich (Fritz) Salomon

(*1893, †1970) Deutscher Psychiater und Psychotherapeut. Begründer der Gestalttherapie. Er gehörte zusammen mit Milton H. Erickson und Virginia Satir zu einer der ersten Inspirationsquellen des NLP.

Persönlichkeitsanteile

Beruht auf der Annahme, dass die menschliche Persönlichkeit sich aus verschiedenen Anteilen zusammensetzt. Je nachdem welcher Anteil in uns gerade „Regie führt“ sind wir in dem entsprechenden emotionalen Zustand. Dies zeigt sich häufig auch in unserem Sprachgebrauch wieder. Beispiele: „Da war ich ein richtiger Draufgänger.“ – „Da lebte sein inneres Kind wieder auf.“ – „Da kam der Perfektionist in ihm raus.“

Phobie

Unangemessen starke Angst vor real nicht bedrohlichen Dingen oder Situationen, ohne dass traumatische Erfahrungen vorher gegangen sind. Beispiel: Spinnenphobie. Extreme Angst vor Spinnen, mit dem gleichzeitigen Wissen, dass diese ungefährlich sind. Die Angst besteht bei einem Phobiker auch dann, wenn er nur an eine Spinne denkt.

Physiologie

Von außen wahrnehmbarer nonverbaler Anteil des inneren Zustandes eines Menschen.

Polarity Responder

Metaprogramm. Menschen, die in der Kommunikation sofort in die Opposition gehen und danach suchen, was falsch ist oder wo die Unterscheidungen/Ausnahmen sind.

Positive Absicht

Metaprogramm. Menschen, die in der Kommunikation sofort in die Opposition gehen und danach suchen, was falsch ist oder wo die Unterscheidungen/Ausnahmen sind.

Positive Halluzination

Man halluziniert Dinge, die nicht da sind.

Positive Responder

Metaprogramm. Menschen die in der Kommunikation nach Gleichheiten suchen, nach Dingen die sie bereits kennen und die neuen Informationen in das Bekannte mit einsortieren.

Posthypnotische Suggestion

Suggestive Anweisung des Hypnotiseurs an seinen Klienten, die mit der Aufforderung verbunden ist, der Anweisung erst nach der Trance nachzukommen.

Präsuppositionen

Vorannahmen und Sprachmuster aus dem Milton Modell. Es wird davon ausgegangen, dass etwas einfach so ist, ohne dass dies erwähnt oder hinterfragt wird.

Preframe

Vor-Rahmen.“ Einleitung oder Vorankündigung die den Zuhörer in eine bestimmte Erwartungshaltung versetzt. Beispiel: „Und jetzt hören Sie einen wahren Experten auf diesem Gebiet. Darf ich vorstellen….“

Primärgefühl

Erster Impuls, unverfälschtes Gefühl auf eine Wahrnehmung. Primärgefühle sind echt, klar, unverfälscht. Sie sind spontan und ungekünstelt. Menschen die viel in ihren Primärgefühlen leben, strahlen eine hohe Authentizität aus.

Primäres Repräsentationssystem

Repräsentationssystem, das eine Person bevorzugt zur Informationsaufnahme und -verarbeitung benutzt.

Problem

Etwas das man hat, es nicht haben will und sich deshalb schlecht fühlt. Etwas für das es aber auch eine Lösung gibt, im Gegensatz zu beispielsweise einem Schicksalsschlag. Nach Paul Watzlawick ist ein Problem eine Schwierigkeit mit einer unpassenden Lösung.

Problemphysiologie

Ein Zustand in dem sich ein Mensch befindet, wenn er sich intern mit seinem Problem beschäftigt. Wird meistens physiologisch (durch die Körpersprache) ausgedrückt.

Programmieren

Im Sinne von „Umprogrammieren“ steht es für: Etwas verändern, etwas neu lernen.
Hier geht es um Verhaltensweisen, die wir verändern wollen. Beispielsweise wenn wir lieber gelassen statt nervös oder aufbrausend in bestimmten Situationen sein möchten. Im NLP betrachten wir die Person und das Verhalten getrennt. Wir gehen davon aus, dass jedes Individuum in sich positiv ist und nur bestimmte Verhaltensweisen der Änderung bedürfen. Des Weiteren gehen wir davon aus, dass Menschen bereits über die Ressourcen verfügen, um die gewünschten Veränderungen an sich vorzunehmen. Ein Beispiel: Ein Mensch der sich für ungeduldig hält, ist dies nicht 24 Stunden am Tag, sondern nur in bestimmen Situationen. Mithilfe von verschiedenen NLP-Methoden (NLP-Formate) kann er nun lernen in diesen Situationen mit der Geduld zu reagieren, die er sich wünscht.
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Provokative Therapie

Eine Form der Psychotherapie – entwickeln von Frank Farrelly. Mit humorvoller Provokation wird der Widerstand des Klienten geweckt und dieser so aus der Problemtrance (ich kann nichts machen) geholt. Der Klient kommt so wieder in die Eigenverantwortung und in die Handlungsvollmacht.

Prozessorientierte Therapie

Therapie-Form die sich mehr auf den Prozess als auf den Inhalt konzentriert. Also mehr auf das Wie, anstatt auf das Was oder Warum. NLP ist eine prozessorientierte Therapieform.

Psychosomatische Krankheit

Körperliche Krankheitssymptome mit psychischer Ursache. Beispiel: Kopfschmerzen wegen starkem Stress.